An meine Leier

B. Randhartinger

Wenn ich dich sonst an manchen Tagen

zu mir, du meine Leier, nahm,

da hört' ich nur den Ton der Klagen,

und was ich sang, war tiefer Gram.

Wie hat sich alles nun gewandelt!

Ein Freudenlied ist all mein Sang.

Die Trauer ist nun bald beendet,

die schmerzlich meine Brust durchdrang.

Die Seele kann nichts mehr betäuben,

nichts macht mein armes Herz mehr schwer;

sie hat gelobt, mich treu zu lieben!

O sprich, was brauchen wir noch mehr?