Aschenbrödel
B. Randhartinger
Da sitz' ich einsam am Herde
und schau' in der Flammen Schein;
lieb' Mütterlein unter der Erde,
du doch gedenkest mein!
Und bin ich verachten von allen,
ist Hohn und Spott nur mein Lohn:
Hab' doch am besten gefallen
dem schönen Königssohn!
Mein Spieglein, kannst nicht lügen,
du weißt es treu und wahr;
mein Spieglein, kannst nicht trügen,
du weißt, wie gülden mein Haar!
Ihr Täublein all' geschwinde
heran d'rum groß und klein,
und helft mir wie im Winde
mit euer'n Schnäbelein!
Bald wird das Bäumlein geben
mir wieder das schmucke Kleid;
wie will dahin ich schweben
im funkelnden Geschmeid'!
Muss doch am besten gefallen
dem schönen Königssohn:
Mich Arme wählt er vor allen
zu sitzen auf seinem Thron!