Das Lichtlein

B. Randhartinger

Lag müde auf dem Lager,

streckte die Glieder zur Ruh',

sah dem freundlichen Brennen

meines Lichtleins zu.

Hatt' nicht lange zu brennen,

wollt's doch einmal seh'n,

wie's vielleicht beim Sterben

mag dem Lichtlein geh'n.

Und es währt nicht lange,

trüb das Lichtlein brennt,

brannte immer trüber,

jetzt ist's wohl am End'.

Jetzt ist es erloschen;

nein, ein Fünklein wacht,

glüht noch einmal heller,

und dann ist es Nacht.

Dieses Hellerglühen,

eh' der Funke starb,

war's, was mir mit Sinnen

jene Nacht verdarb.