Der Fremdling

B. Randhartinger

Das Meer schläft stürmeträumend,

es ruhet sicher kühn;

der Mond webt seine Fäden

darüber leise hin.

Beim Bilde der Madonna,

vor dem ein Lämpchen glüht,

sitzt träumerisch der Schiffer

und singt ein einfach Lied.

Er denkt der fernen Seinen,

er denkt des Mädchens fern,

er schickt die süßen Küsse

mit Mond und Abendstern.

Er singt es zur Gitarre

ohn' Schmuck und sonder Zier;

es schleichen sich zwei Tränen

still auf die Wange mir.

Sie stürzen überquellend

und trüben mir den Blick;

ich armer Gondoliere

denk' auch zurück, zurück!