Der Meeresschiffer

B. Randhartinger

Ich fühlte dreimal die Liebe,

sie sprach mir dreimal Hohn;

nun ist meinem Leben auf immer

sein heiterer Schimmer entfloh'n.

Meine erste Liebe, so glühend

und still wie das Blümchen im Moos,

sie wiegt eines Anderen Kinder

in ihrem blühenden Schoß.

Die zweite, so rein wie die Sterne,

doch auch so fern wie ihr Strahl,

sie konnt' ich in Ehrfurcht nur schauen,

ein heil'ges Ideal.

Die dritte, vertrautere Liebe,

die wollte mir reichen die Hand,

doch diese musst' ich begraben

daheim auf dem festen Land.

So treibt's mich hinaus ins Weite,

auf die wogende, schwankende See;

ihr Wellen gleicht meinem Herzen,

d'rum ist mir auch hier so weh'!