Heimath
B. Randhartinger
Ich weiß nicht, wo die Heimat ist,
doch ist sie nicht, wo du nicht bist.
An Vaterhand, an Mutterbrust,
im Arm der Unschuld und der Lust,
würd' ich mich ohne dich nicht freu'n,
nicht in dem Schoß der Heimat sein.
Der Krieger liegt auf blut'gem Feld
und schlägt sich dort das Heimatzelt.
Der Seemann treibt durch Not und Graus
von Welt zu Welt sein keckes Haus.
Dem Sohn der Wüste ist die Erd',
so weit er reichet, Haus und Herd.
In Krieg, in See, im heißen Sand,
ach, wärest du an meiner Hand,
ich früg' nicht, wo die Heimat ist.
Was kann dort nicht sein, wo du bist!
Und lägst du tief im kühlen Grab,
wär' dort mein Haus, mein Herd, mein Hab'!