Im Kahne
B. Randhartinger
Weinend und lachend,
von Jugendglück träumend
lieg' ich und wieg' ich
im schaukelnden Kahn;
tausend von Wellen,
stillplätschernd und schäumend,
kommen und blicken
stillfragend mich an.
Küssen die Schwestern
die quellenden Tränen
zärtlich von Wimpern
und Wangen mir weg,
rufen mein schüchtern
verborgenes Sehnen
schelmisch verratend
vom Uferversteck.
Rauschen vorüber
auf schäumenden Flügeln,
drängen sich zischend
zerstäubend zu mir;
zeigen in kleinen
hellfunkelnden Spiegeln,
ferner Geliebter,
mein Bangen nach dir.
Könntest du ahnen,
ach, könntest du lauschen,
wie du mein Alles,
all' And'res mir fremd!
Hör' ich nicht rufen,
hör' ich nicht rauschen?
Horch - seine Stimme!
Er kömmt, ach, er kömmt!