Letzter Waldhorngruß

B. Randhartinger

Noch einmal, ihr Hornesklänge,

tönt zu der Geliebten Ohr,

dringt zu ihres Stübchens Enge

noch einmal recht traut empor.

Freundlich koset um die Süße,

ob sie gleich mein Herz verschmäht,

bringt ihr meine letzten Grüße,

die nun bald im Wind verweht.

Wo du weilst, sei Glück und Segen,

unbefang'nes, heit'res Kind,

wenn auch mir auf fernen Wegen

Gram und Schmerz Geleiter sind.

Fahre wohl! Im Weltgedränge

mache nichts das Herz dir schwer;

meine nächt'gen Hornesklänge

hörst du niemals, niemals mehr.