Liebesglück

B. Randhartinger

Geh' ich von meinem Liebchen

Nach Haus' in stiller Nacht

Und denk, wie ich so selig

Den Abend zugebracht,

Wie ich bei ihr gesessen

So traulich und so nah,

Und wie ihr schönes Auge

So freundlich zu mir sah:

Dann wogt in meinem Herzen

Unendlich süße Lust,

Die Welt möcht' ich umarmen

Und drücken an die Brust,

Und möchte laut es rufen

Hin in die stille Nacht,

Wie wonnig meine Liebe,

Wie reich sie mich gemacht.

Doch manchmal in dem Jubel,

Da fällt mir bange ein,

Der Glücklichen auf Erden,

Nicht viele sollen's seyn.

Dann bete ich verstohlen

Zum Sternenhimmel hin:

O werde mir nicht böse,

Daß ich so glücklich bin!