Schiffers Morgenfahrt
B. Randhartinger
Über spiegelklare Wellen
lenke ich das rasche Schiff,
freue mich der Flut, der hellen,
freue mich der Fahrt, der schnellen,
ohne Furcht vor Sturm und Riff.
Hier ein Städtchen, dort ein Kloster,
hier ein Berg, dort Weingehäg',
hier ein Baum, ein graubemooster,
dort ein Turm, ein windumtoster,
hier ein Fels und dort ein Steg.
Lust und Leben rings dazwischen,
wo vorübergeht mein Flug,
Klang und Schall in allen Büschen,
in der Luft, der morgenfrischen,
Sonnenglanz und Wolkenzug.
So dahin im raschen Scheiden
ziehe ich mit Flut und Wind,
nehm' mein Teil an all' den Freuden,
nur die Sorgen und die Leiden
lass' ich bleiben, wo sie sind.