Schlachtlied

B. Randhartinger

Schön ist's, unter freiem Himmel

stürzen in das Schlachtgetümmel,

wo die Kriegsdrommete schallt!

[Wo die Rosse wiehernd jagen,

wo die Trommeln wirbelnd schlagen],

wo das Blut der Helden wallt.

Schön ist's, wenn der alte Streiter

festen Fußes, hell und heiter

uns're Brust mit Mut erfüllt,

wenn aus donnerndem Geschütze

furchtbar wie des Himmels Blitze

Tod dem Feind entgegenbrüllt.

Schön, wenn, wie bei Ungewittern,

sechsfach Berg und Tal erzittern

von dem grausen Widerhall.

Fällt dann einer uns'rer Brüder,

stürzen tausend Feinde nieder,

tausend stürzt des Einen Fall.

Aber nichts gleicht dem Entzücken,

wenn der Feind mit scheuen Blicken

weicht und flieht, bald hier, bald da.

Ha! Willkommen, sel'ge Stunde!

Dann erschallt aus jedem Munde:

Gott mit uns, Viktoria!