Welch heit're Töne schweben
B. Randhartinger
Welch heit're Töne schweben
so plötzlich mir ins Ohr?
Welch heiter farbig Leben
bricht aus der Brust hervor?
Erst war's doch noch so trübe,
so kalt auf dieser Welt,
jetzt ist vom Strahl der Liebe
die ganze Flur erhellt.
Wenn auch die Leute meinen,
dass lang' schon Frühling sei,
will mir das nimmer scheinen,
und sag' ich's laut und frei:
Es lag nur kalter Norden
auf dieser Flur so traut
und ist erst Frühling worden,
seit ich dich hab' erschaut.
Als du zu mir gesprochen
das erste Liebeswort,
da ist das Eis gebrochen,
da zog der Winter fort;
und als zum ersten Male
ich deinen Mund geküsst,
im gold'nen Sonnenstrahle
es Frühling worden ist.