Zither-Ständchen
B. Randhartinger
Ich schleiche mit der Zither
zu der Geliebten Haus,
wo sie am Fenstergitter
oft schelmisch blickt heraus.
Und meine Lieder klingen
zu ihr in stiller Nacht;
ob sie zu ihr wohl dringen?
Ob sie vom Schlaf erwacht?
Und sieh', und sieh', schon wird es hell
in ihrem Kämmerlein,
das Lichtlein hold am Fenster dort
sagt mir, sie denke mein.
O zürne nicht, du süßes Kind,
dass dich mein Lied gestört,
und habe Dank, viel tausend Dank,
dass du mein Fleh'n erhört.