Den Manen Hummels

F. Baake

Verstummt ihr holden Klänge, zarten Lieder,

Gebt Raum der bittren Klage, wie dem Schmerz.

Der Töne Meister weckt euch nimmer wieder,

Sein seelenvolles Spiel ergreift das Herz

Nicht mehr durch seines Zaubers Allgewalt,

Sein Schwanenlied ist leise nun verhallt.

Doch unvergeßlich prägte ohne Worte

Sich Deine Sprache jedem Herzen ein.

Begeistert führten Deine Vollaccorde

Die Glücklichen zu einem höh'ren Sein.

Sanft wecktest Du ein unbekanntes Sehnen,

Es löste stummer Schmerz sich auf in Thränen.

Dein Ruhm lebt fort! -- bis in die fernsten Tage

Trägt sieggekrönt der Flügelschlag der Zeit

Den Namen, den bewundernd einst die Sage

An die Heroen des Jahrhunderts reiht,

Du bleibst ein lichter Stern am Himmelszelt,

Dein Genius gehört der ganzen Welt.

Zu früh hast Du des Lebens Lauf vollendet,

Du hast erreicht das unbekannt Ziel,

Von wo kein Sterblicher die Schritte wendet;

Doch mancher Strahl de Trostes lindernd fiel,

Auf all Tiefbetrübten, die hier weinen.

Er sei auch nah mit seiner Kraft den Seinen.