Des Knaben Liebe

C. Banck

Es schifft der Fischerknabe,

im Herzen stilles Weh',

dass sich die Brust erlabe,

allnächtlich auf der See.

„Ach, dass sie mich erhörte,

die mich so süß betörte,

die Jungfrau weiß wie Schnee!“

Die Jungfrau steht am Strande,

schaut still dem Knaben nach,

wie ihn der Kahn vom Lande

dahinträgt allgemach.

„Ach, dass er mich verstände,

dass seine Lieb' ich fände,

das wär' mein schönster Tag.“

Die Lüfte leise wehen,

so fern trägt ihn das Meer;

sie bleibt verlassen stehen,

ihm ist das Herz so schwer.

Die Wasser zwischen gehen,

sie können sich nicht sehen

und küssen nimmermehr!