Die Mühle

C. Banck

Der Tag geht zur Ruh,

Auf dem Gras liegt der Thau,

Die Wolken am Himmel sich röthen.

Es ist alles so still,

Weiß nicht was ich will,

Ich glaub, mir ist traurig zu Muth.

Der Frosch quakt im Rohr,

Der Fuchs braut im Moor,

Und weit aus der Ferne schallt Gesang.

Mein Herz schwillt empor,

Weiß nicht was ich seh,

Thränen rinnen die Wangen entlang.

Da hinter der Weide,

Weit über die Heide,

Da schimmert am Himmel eine Mühle:

Es ist mir als wär

Ich da vor der Thür,

Und saß auf dem Mühlberg und spielt.

Dann schaute Einer heraus,

Den kannt ich so gut,

Dem saß ich so oft auf dem Schooß;

Der Stein lief und klang,

Der Mann saß und sang,

Am Himmel die Wolken warn roth.

Da war ich noch klein,

Nun bin ich allein,

Wer weiß ob der Alte da noch steht?

Die Luft ist so laulich --

Das Lied ist so traurig:

Gottlob daß die Mühle noch geht!