Grosse Wäsche

C. Banck

Wie viel haben die Weiber zu thun,

Zu waschen, zu waschen;

Können von früh bis Abend nicht ruh'n,

Alle Hände voll, alle Taschen.

Bringt jede ihr Gewäsch herbei,

Des Nachbars schwarzes Bündel,

Das ist so schwer, so schwer wie Blei, --

-- Was wiegt oft eine Windel!

Wie ist die Müh' so gut gemeint,

Ging sonst nicht so von statten;

Gilt ihnen gleichviel, Freund oder Feind,

Wenn sie nur waschen und platten.

Sie wüschen gern die Flecken aus,

-- Sie spähen nach einem jeden, --

Und wird ein größerer daraus,

Es kommt von dem vielen Reden.

Wüsch eine Jede nur für sich,

-- Nicht gröber und nicht feiner --

Ich glaube dieses sicherlich,

Die Wäsche würde reiner.