Heimliches Lieben
C. Banck
Ach, dem Mädel, dem süßen,
mit den zierlichen Füßen
gilt mein heimliches Grüßen,
und sie weiß es recht gut.
Kommt den Weg entlang,
frisch und keck und schlank,
und so bang jagt mir das Blut.
In den Sternen geschrieben
steht, dass heimliches Lieben
nie verborgen geblieben -
was der Neid doch nicht tut!
Kommst so schelmisch her,
machst das Herz mir schwer;
nimmermehr bist du mir gut.
Doch den Schelm in den Grübchen
winkt sie: Stille, mein Bübchen,
in dem traulichen Stübchen
bin ich herzlich dir gut.
Aber vor der Welt
mir das nicht gefällt,
darum schweig, dass ich dir gut!