Vorüber

C. Banck

Blümlein sie blühen

Im duftigen Wald,

Doch sie verblühen

Immer gar bald.

Sternlein sie blinken

Lieblich herein,

Aber sie sinken

Beim Tagesschein.

Wolken sie jagen

Am Himmelszelt,

Vom Sturm getragen

Über die Welt.

Wellen sie eilen

Im Strom dahin,

Nimmer sie weilen,

Weiter sie flieh'n.

Menschen sie steigen

Nieder in's Grab,

Wischt nur die weichen

Thränen Euch ab,

Denn es ist Alles

Flühtiger Tand,

Hier im irdischen

Vaterland.

Ein's nur ist ewig,

Ein bleibender Hort,

Die Liebe ist ewig,

Wandelt nicht fort.