Waldlied

C. Banck

Der Nachtwind hat in den Bäumen

Sein Rauschen eingestellt,

Die Vögel sitzen und träumen

Am Aste traut gesellt.

Die ferne schmächtige Quelle,

Weil alles andre ruht,

Läßt hörbar nun Welle auf Welle

Hinflüstern ihre Flut.

Und wenn die Nähe verklungen,

Dann kommen an die Reih

Die leisen Erinnerungen

Und weinen fern vorbei.

Daß alles vorübersterbe,

Ist alt und allbekannt;

Doch diese Wehmut, die herbe,

Hat niemand noch gebannt.