Das Banner von Buccleuch
Ludwig van Beethoven
Von den Hügeln des Hochlands den Lärmruf verbreitend,
Flammt hell unsre Losung durch Gluten und Dampf;
Und jeglicher Hirt, vom Gebirg' niederschreitend,
Eilt froh durch die Heide zu Wettspiel und Kampf,
Drum das Banner empor! Laßt den Wind es entfalten,
Ein Jahrtausend fast ragt's um Ettrick empor;
Im Spiel wie im Kampf laßt es aufrecht uns halten
Mit hand und mit Herz wie die Väter zuvor.
Als vom Süd der Erobrer bedrängt unsre Marken,
Dich spähend kaum, stutzt' er und schwenkte im Nu;
Denn dich schirmte die Blüte der Grenzer, der starken,
Und der Stolz unsres Hochlands, der Stamm von Buccleuch.
Zum Fest hat ein Milchbart dich heute getragen,
Keine Stahlfaust umschloß dich vor feindlicher Wut,
doch eh' dich einfinger zu rühren mag wagen,
Färbten Tausend von Wackern den Boden mit Blut.
Und zum Endschluß ein fröhlicher Trinkspruch erschalle
Dem Gast, der geweilt, bis das Schauspiel verrann,
Und ein Hoch euch, ihr lustigen Ritter vom Balle,
Der Schar, die verlor, wie der Schar, die gewann.
Schütz' Gott unser hochland mit Weilern und Flecken,
Von der Halle des Pairs bis zum Hüttchen in Grau,
Un hurra für Buccleuch und sein Banner, ihr Recken,
Für König und Heimat, für Herzog und Gau!