Die Heil'gen preist mein früher Sang
Ludwig van Beethoven
Die Heil'gen preist mein früher Sang,
Daß nun der Krieg beendet;
Maria preis'ich spät und lang,
Die heim mein Lieb' gesendet.
Ja, Patrick kam nach manchem Jahr,
Von mir zu scheiden nimmer,
Und jeder Blick verrät mir klar:
Er liebt mich treu wie immer.
Des Abends sitzt er am Kamin
Und überschaut sein Stübchen;
Und Vaterstolz durchlodert ihn,
Späht er sein spielend Bübchen.
Nach mir selbst blickt er, wie er blickt'
In meinen Mädchentagen,
Eh' welk mein Reiz noch und geknickt
Von tausend Mühn und Plagen.
Ja - seine Wangen sind nun fahl,
Die vormals rosengleichen,
Und auf der Stirn ihm flammt ein Mal,
Des blut'gen Kampfes Zeichen.
Oft scheint im Schlaf geängstigt er,
Dieweil ich lausch' mit Beben,
Aufstöhnt im Traum er tief und schwer
Wie ringend um sein Leben.
Doch bessre Zeiten kommen jetzt,
Sir Phelim - Gott vergelt's ihm -
Spricht, Patrick Toole mag ruhn zuletzt,
Und nichts mehr zaus' den Pelz ihm.
Er gibt ein Gut mit Torfgrund d'ran
Er gibt den Pacht für immer;
Und gebe Gott, daß Patrick dann
Von Plack weiß nie und nimmer!