Düstrer Dezember
Ludwig van Beethoven
Düstrer Dezember, noch einmal willkommen!
Dein Antlitz ist trüb und dein Sturm bringt mir Graun;
Ihrer gemahnst du mich, die mir genommen,
Nancys, wir schieden uns nimmer zu schaun!
Schmerzliche Wonne ist Liebender Scheiden,
Wenn Hoffnung im Scheiden noch freundlich uns lacht;
Doch ach! Das Bewusstein, auf ewig sich meiden,
Ist reines Verzweifeln, ist sternlose Nacht.
Wild wie der Winter, di Forsten jetzt schüttelnd,
Bis das letzte der Blätter des Sommers verweht,
Also der Sturmwind, am Herzen mir rüttelnd,
Seit Hoffnung entflohn und kein Trost mir ersteht.
Düstrer Dezembermond, Segen und Glück, dir!
Dein Antlitz ist trüb, und dein Sturm bringt mir Graun;
Trüb war das Scheiden, du rufst es zurück mir,
Das Scheiden von Nancy, sie nimmer zu schaun!