Er schwur es mir beim Scheiden
Ludwig van Beethoven
Er schwur es mir beim Scheiden,
Im Frühling sei er wieder hier;
Doch sieh die Rosen blühen,
Schon schwindet ihre Blütenzier.
Kehr wieder, teurer Dermot,
Sonst wird der Frühling bald vergehn;
Es wehten längst die Winde,
O wann kommst du, mich zu sehn?
Reichtümer ging er suchen,
In London, sagt man, sei ihr Platz;
Und meinetwegen sucht er
So seiden Kleid und goldnen Schatz.
Ich will nur dich, mein Dermot,
Nicht Gold noch Kleid mag ich ansehn,
Es wehten längst die Winde,
O wann kommst du, mich zu sehn?
Warum nur zogst zur Großstadt
Von Nora du so fern hinaus?
Kehr heim zu deinen Lieben,
Karg nur ist Liebe fern von Haus,
Du bist nicht treulos, Dermot,
Doch will der Frühling fast vergehn;
Es wehten längst die Winde,
O wann kommst du, mich zu sehn?