Mir träumt' ich lag wo die Blumen springen
Ludwig van Beethoven
Mir träumt', ich lag, wo die Blumen springen
Lustig in dem Sonnestrahl;
Ich hörte wilder Vöglein Singen
Am kristallnen Wasserfall.
Da plötzlich wird der Himmel düster,
Hohl durch den Wald schnaubt Sturmeswut,
Mit greisem Arm kämpft Ulm' und Rüster
Quer über wild erregter Flut.
So trügend war mein Lebensmorgen,
So die Lust, die mich erfreut,
Bis lang vor Mittag Sturm und sorgen
All mein blumig Glück zerstreut,
Hat Schicksal treulos auch gelogen,
Mir süß verheißen, kalt versagt,
Mich Lust und Hoffnung gleich betrogen,
Schlägt doch mein Herz noch unverzagt.