O hülle mein Erröten, Nacht

Ludwig van Beethoven

O hülle mein Erröten, Nacht,

Wenn ich der Liebe Weh,

In scheuer Mädchenbrust erwacht,

Mit Seufzen dir gesteh?.

Was meint er nur? Was vor wie nach

Schleicht stumm er aus der Tür?

Was sagt sein Blick so vieles, ach!

Sein Mund so wenig mir?

Daß hochbetagt die Eltern schon,

Mag rauben ihm dem Mut,

Und rings Gespenster sieht er droh-n?

Missernten, Wasserflut!

Doch sollten erst, wenn alt und schwach,

Zum Altar schreiten wir?

Was sagt sein Blick so vieles, ach!

Sein mund so wenig mir?

Die Zeit ist schlecht? verhasstes Wort,

Ermüdet ist sein Schall,

Wie Kuckucksruf tönt fort und fort

Er schon seit Adams Fall.

Gern wär? ich fröhlich Tag und Nacht

Und jubelte wie ihr;

Was sagt sein Blick so vieles, ach!

Sein Mund so wenig mir?