Wenn doch die arge böse Welt

Ludwig van Beethoven

Wenn doch die arge böse Welt

Nur ohne Weiber könnte dauern,

Des Mannes friedlich Los vergällt'

Keins von den Übeln, die jetzt lauern.

Warum ward ihm zu seiner Pein

Dies Kamerädchen falsch und niedlich?

Mußt' solch bezaubernd Bild es sein,

So wundersüß und appetitlich?

Ich wollte schuldlos, leichtgesinnt

Durchs Leben schweifen morgen, heute,

Frei wie die Wandrer: Luft und Wind,

Froh wie das Lamm an meiner Seite,

Hell sollten Tal und Bergeshöhn

Von meiner Saiten Jubel schallen,

Ach, hätt' ich nimmer nur gesehn

Die Mädchen, schön und schlau vor allen!

Ich kannt' und scheut' des Pfeiles Schmerz

Aus ihrem Lachen, Blick und Wesen,

Doch offen lag mein wehrlos Herz,

Die Wund' empfing's, kann nie genesen!

An grüner Weide schwanket da

Mein Saitenspiel nun stumm und friedlich,

Seit ich die Schmeichelkätzchen sah,

So süß, so gottlos, ach, so niedlich.