Wilkommen in Traugh

Ludwig van Beethoven

Soll ein Sohn von O'Donnel erstarren im Feld,

Wenn ein Fünkchen noch glüht auf Mackennas Kamin?

Wenn O'Donnel blutarm, braucht Mackenna da Geld,

Oder Kleider, wenn in Blöße O'Donnel muß ziehn?

Wenn Krankheit und Hunger verzehrend ihm nahn,

Vergißt des Bedrängten Mackenna beim Met?

Schwelgt Mackenna vom Wildbret mit lüsternem Zahn,

Wenn ein Fürst von Tyrconnell vor Hunger vergeht?

Nein, komm in mein Hüttchen und teile mein Mahl,

Mein Kissen und Stroh soll dich betten zu mir;

Und wehe der Hand, die mit frevelndem Stahl

Gefährdet ein Haar, eine Locke von dir!

O komm in das Haus, das dir Freundschaft geweiht,

In den Wäldern von Traugh droht kein Feind meinem Gast:

Sechs Söhne Mackennas stehn treu dir zur Seit',

Und der Blitz von sechs Schwertern beschirmt deine Rast.