Es wandelt, was wir schauen
Berg, Alban
Es wandelt, was wir schauen,
Tag sinkt in's Abendrot,
Die Lust hat eig'nes Grauen,
Und alles hat den Tod.
In's Leben schleicht das Leiden
Sich heimlich
wie ein Dieb,
Wir alle müssen scheiden
Von allem, was uns lieb.
Was gäb' es doch auf Erden,
Wer hielt' den Jammer aus,
Wer möcht' geboren werden,
Hielt'st Du nicht droben Haus!
Du bist's, der, was wir bauen,
Mild über uns zerbricht,
Daß wir den Himmel schauen --
Darum so klag' ich nicht.