Heimweh

L. Berger

Der Erde rauhe Winde

Sie thun dem armen Kinde,

O Vater! gar zu weh.

Dort oben ist es linde,

Da ist kein Sturm, kein Schnee.

Mich zieht ein stetes Sehnen

Nach jenen reinern Tönen,

Nach jenem hellern Licht;

Die schmerzenvollen Thränen

Versiegen ewig nicht.

Das kalte Erdenleben

Kann mir doch gar nicht geben,

Was dieses Sehnen hemmt.

O laß mich aufwärts schweben!

Hier wird mir's gar zu fremd.

Woll'st, Vater! Deinen Reinen

Die Müde bald vereinen;

Hier kann ich nichts mehr thun.

Die Augen, matt vom Weinen,

Die laß im Grabe ruhn!