Theodor Körner

L. Berger

Bei Wöbbelin, im freien Feld,

Auf Mecklenburger Grunde,

Da ruht ein jugendlicher Held

An seiner Todeswunde,

Er war mit Lützow's wilder Jagd

Wohl in die Schlacht gezogen:

Da hat er frisch und unverzagt

Die Freiheit eingesogen.

Was ihm erfüllt die Heldenbrust,

Er hat es uns gesungen,

Daß Todesmuth und Siegeslust

In unser Herz gedrungen.

Und wo er sang zu seinem Troß,

Zu seinen schwarzen Rittern,

Das Volk stand auf, der Sturm brach los

In tausend Ungewittern.

So ist die Leyer und das Schwert

Bekränzt mit grünen Eichen,

Dem Krieger, wie dem Sänger, werth,

Ein theures Siegeszeichen.

Wo unser frisches Lied erklingt,

Wo wir die Hüte schwenken,

Und wo die Eisenbraut uns blinkt,

Wir werden dein gedenken.