Die Zither lockt, die Geige klingt
W. Berger
Die Zither lockt, die Geige klingt,
Juchhe, im Dorf ist Tanz!
Der Michel seine Lise schwingt,
Die Grete schwingt der Hans.
Ein Mädel flink zu drehen
Ist gar ein gutes Ding.
Ich mag nicht müssig stehen
Und springe in den Ring.
Des reichen Schulzen Katherein
Ist hochgemuth und keck;
Des Müllers rundes Töchterlein
Ist gar ein lieber Schneck.
Doch von den Dirnen allen,
Die auf dem Plane sind,
Will mir zumeist gefallen
Des Geigers braunes Kind.
Den Silberling nimm, Alter, hin
Und spiel' dein schönstes Stück;
Gieb mir die Hand, Zigeunerin,
Ihr andern, weicht zurück!
Nun jubelt auf ihr Geigen,
Ihr Pfeifen klingt und gellt!
Denk', Mädel, uns [zwei beiden
Gehört die ganze Welt.]
Schau' nicht so ängstlich vor dich hin,
Schlag' auf die Augen hell!
Ich bin, wie du Landfahrerin,
Ein fahrender Gesell.
Zu mein' und deiner Freude
Der Mai die Rosen schuf,
Und ich und du, wir beide,
Sind besser als unser Ruf.