Elslein von Caub
W. Berger
Es liegt ein Städtlein an dem Rhein,
Ist keines sonst ihm gleich;
Darinnen wohnt die Liebste mein,
Die Schönst' im ganzen Reich!
Elslein, ach Elslein,
Du Rose im Laub,
Dich lieb' ich ewig,
Mein Elslein von Caub!
Was nützet Reichtum und Gesind,
Was aller Ahnen Zahl?
Ist kalt das Herz, für Liebe blind,
Ade dann Welt zumal!
Elslein, ach Elslein,
Dem Treuschwure glaub':
Du bist mir alles,
Mein Elslein von Caub!
Laß' fahren allen Erdentand,
Bleibt dir die Lieb' allein!
Sie führet an der treuen Hand
Zur Seligkeit dich ein!
Elslein, ach Elslein,
Bis einst ich bin Staub,
Bleib' ich dein eigen,
Mein Elslein von Caub!