Im Sturme

W. Berger

Das braust und stöhnt im Waldgehege,

Es kracht der Baum, die Wolken weh'n;

Ich gehe schweigend meine Wege -

Ich hab's gelernt, im Sturm zu geh'n.

Die Wogen sprüh'n empor, die weißen,

Der See heult und der Nordwind brüllt.

Sturm, willst du mir vom Herzen reißen

Auch noch das Leid, das mich erfüllt?

Ich geb' dir's nicht, - ich press' die Arme

Um dies gequälte, volle Herz,

Erbarmungsloser Sturm, erbarme

Dich meiner! -- Laß mir meinen Schmerz!