Schau, noch steht das Fenster offen
W. Berger
Schau, noch steht das Fenster offen,
draus mein Lieb mit Mund und Hand,
heut in der Früh mir den letzten Gruss gesandt.
Nun das Abendroth verdunkelt,
tritt sie nimmer in die Flur
weit in the Welt weinend sie von dannen fuhr.
Und im leeren Fenster rahmend
schwankt ein Zweig von Rosmarin;
zittert im Wind und ein Vöglein singt darin.
Sag, wer wird das Zweiglein brechen?
sag wer mir das Vöglein fängt?
sag mir, wie lang wol ein Herz am Liebsten hängt.