Waldeszauber
W. Berger
Nun hebt die stille Nacht die tau'ge Wimper
Und schaut mit großen Augen in den Teich,
Darin sich badet wie ein nacktes Mädchen
Die Wasserlilie, keusch und silberbleich.
Es ist so still, die dunkeln Bäume ragen
Geheimnisvoll ins Blau. Hier schläft die Zeit
So tief, daß ihrer fleißgen Hand entsunken
Die goldne Spindel in der Einsamkeit.
Um diese Stunde steiget aus den Wassern
Die Nixe auf im schleppend weißen Kleid,
Sie setzt sich lautlos an den Rand des Weihers
Und träumt -- und träumt -- -- und träumt -- --