Wohl wandelt ich heimliche Pfädchen

W. Berger

Wohl wandelt' ich heimliche Pfädchen

Und folgte manch lieblichem Kind,

Da doch die georgischen Mädchen

So schön wie die thrakischen sind.

Doch war's nur ein Kommen und Schwinden

Dem Auge zur wechselnden Lust --

Wohl liebt' ich, das Schöne zu finden,

Doch kalt blieb das Herz in der Brust.

Durch Dich erst erglüht' es in Flammen:

Als Dein Herz sich meinem verwob

Schlug alles in Gluten zusammen,

Was früher in Funken zerstob.

Nichts außer Dir kann ich mehr finden,

Was Auge und Herz mir belebt:

Wie schnell alle Sterne verschwinden

Sobald sich die Sonne erhebt.