Zu Valendar am Rheine
W. Berger
Zu Vallendar am Rheine,
Da steht ein kleines Haus,
Dort schaut im Morgenscheine
Mein Schatz zum Fenster 'raus.
Sie hörte wohl mein Horn: Trara!
Vom andern Ufer her,
Und als sie mich im Kahne sah,
Hielt sie's im Haus nicht mehr.
Trara!
Gretula!
Dein treues Lieb ist da!
Gar jung sind wir zwei beide
Und frisch von Herz und Sinn;
Ich steck' im Jägerkleide
Und sie ist Winzerin.
Das Leben ist nur Lust: Trara!
Kein' Sorge macht uns Qual.
Im ew'gen Lenz liegt vor uns da
So Rhein als Berg und Thal.
Trara!
Gretula!
Dein Arm mich fest umsah'!
Im kleinen Lebenskahne
Geht lustig unsre Fahrt;
Denn Treu' steht auf der Fahne
Mit festem Mut gepaart.
Wo findet sich ein Glück: Trara!
Das schöner könnte sein.
Als das mir gibt lieb' Gretula
Aus Vallendar am Rhein!
Trara!
Gretula!
Wir sind dem Himmel nah!