An eine Quelle

Bernhard Anselm Weber

Du kleine grünumwachsne Quelle,

An der ich Daphne jüngst gesehn!

Dein Wasser war so still! so helle!

Und Daphne's Bild darin, so schön!

O, wenn sie sich noch mahl am Ufer sehen läßt,

So halte du ihr schönes Bild doch fest;

Ich schleiche heimlich denn mit naßen Augen hin,

Dem Bilde meine Noth zu klagen;

Denn, wenn ich bey ihr selber bin,

Denn, ach! denn kann ich ihr nichts sagen.