Gott schütze die Reben am sonnigen Rhein
C. Attenhofer
Wie glüht er im Glase!
Wie flammt er so hold!
Geschliffnem Topase
Vergleich' ich sein Gold.
Und Düfte entschweben
Ihm blumig und fein.
Gott schütze die Reben
Am sonnigen Rhein!
Durchbraust uns sein Feuer,
So schmilzt unser Sinn
Für Euch nur getreuer,
Ihr Mädlein, dahin!
Wir schwärmen von Rosen,
Von Minnen und Frei'n.
Gott schütze die Rosen
Am sonnigen Rhein!
Ob oft auch der Tropfen
Den Trinker bezwingt,
Herz-Drücken und Klopfen
Die Schönheit uns bringt --
Wir wollen's vergeben,
Vergessen, verzeih'n
Den Rosen und Reben
Am sonnigen Rhein!