Schwarzwaldblümchen

C. Bohm

Kam ein Maler einst bei Trieberg

in die Schenke müd' hinein,

hurtig bracht' die schöne Wirthin

Brod und edlen Nectarwein.

Setzte sich ihm gegenüber,

schnell er ihre Hand erfaßt,

"Du bist mir bei weitem lieber

als der Wein, das Brod, die Rast.

Deiner Augen feurig blitzen,

dieser kühngeschwung'ne Mund,

deines Armes stolze Haltung

thun das Ideal mir kund."

Sie erwidert: "Hasch kein' Ursach,

daß du so begeischtert bischt,

hab' vorhin erscht grad' so einem

eins gehörig ausgewischt."