Verlassen

C. Bohm

Verlassen, verlassen,

verlassen bin i

wie a Stein auf der Straßen,

kein Dirndel mag mi.

D'rum geh' i zum Kirchlein,

zum Kirchlein hinaus,

dort knie i mi nieder

und wein' mi aus.

Im Wald steht a Hügerl,

viel Blumen blüh'n d'rauf,

ach, da schlaft mein arm's Dirndel,

kein' Lieb' weckt's mehr auf.

Dort hin ist mein' Wallfahrt,

dort hin ist mein Sinn,

dort merk' i wohl deutlich,

wie arm i bin.

Und wann i bin g'storbe,

dann tragt mi hinaus,

und da legt mi zum Dirndel,

da ruh' i gern aus.

Und deckt dann mit Erde

das Graberl still zu,

dann haben zwei Herzen

beisammen ihr' Ruh'.