Auferstehung
C. Brambach
Osternacht ist leis' gekommen,
Zündet mälig Stern an Stern:
Gold'ner Glanz ist weit erglommen
In der blauen Himmelsfern'.
Bächlein fließen, Blumen sprießen
Für den heil'gen Ostertag,
Auferstehen, selig Grüßen
Wandelt sacht durch Flur und Hag.
Wer kann heute traurig sagen:
Mensch, gedenke an den Tod!
Wie zu Paradiesestagen
Steigt herauf ein Morgenroth.
Grün und Blumen in den Händen,
Hoffe nur, schau' himmelwärts:
Ewig Ostern wird uns spenden,
Der besiegt des Todes Schmerz!
Horch, die Lerchen in den Lüften
Künden schon den hehren Tag!
Über Gräbern, über Grüften
Blumenduft und Lerchenschlag.
Wachet auf im Thal der Schmerzen,
Wachet auf aus Noth und Tod,
Brechet Blumen, zündet Kerzen,
Überall ist Morgenroth!