Ungeahnt
C. Brambach
Der Abend thaut,
Ein Sternlein ziehet himmelan,
Hat's nie geschaut,
Wem's ungeahnt auf seiner Bahn
Auf Erden drunten wohlgethan.
Die Amsel ruft,
Die Nachtviolen sind erwacht
Mit süßem Duft,
Doch Beide nahmen's nicht in Acht,
Wem ungeahnt sie Trost gebracht.
Verweh, mein Sang!
Und wird's auch nimmermehr dir kund
Wohl lebenslang,
Wem ungeahnt in weiter Rund
Du wohlgethan im Herzensgrund.