Alles eitel

C. d'Ester

Die güldenen Dukaten,

die waren mir zu schwer;

wohin sie all geraten,

das weiß ich schon nicht mehr.

Die goldnen Lieder streute

ich aus mit leichtem Sinn,

es nahm als flüchtge

Beute Vergessenheit sie hin.

Und meiner Lieb Geschmeide,

der Treue funkelnd Erz,

zerbrach mit seinem Eide

ein falsches Mädchenherz.

So blieb mir in dem Leben

von allem Gold allein

das Feuergold der Reben,

der goldne Feuerwein,

Und bleibt mir bis zum Grabe

gewißlich treu und hold;

so lang ich Silber habe,

ist dies das beste Gold.