Abendlied

C. Faisst

Der bunte Tag hat sich geneigt,

die Nacht aus blauer Tiefe steigt.

Mir graust nun vor Gespenstern, vor den bleichen,

die wesenlos den dunkeln Raum durchschleichen.

Komm, o komm, süßer Schlaf!

Schließ mir die Augen zu.

Gib den erregten Sinnen Fried und Ruh.

Komm, süßer Schlaf!

Schließ vor der Sinne Schein

mein tiefst geheimes Sein,

Vergessenheit, in deine Arme ein.