Die Schwalben sind gekommen

C. Fink

Die Schwalben sind gekommen,

Schon lacht der goldne Sonnenschein,

Ich hab' mir vorgenommen,

Des Lebens froh zu sein.

Es freu'n in diesen Zeiten

Sich Blüm' und Vöglein allzumal,

Nur ich allein soll meiden

Der Liebe süße Qual?

Wie traurig ist's, alleine

Zu gehn durch Wald und grünes Feld,

In wie viel hell'rem Scheine

Lacht Zweien diese Welt!

Vom Liebessonnenscheine

Baut Frühling uns ein goldnes Haus,

O komm, du einzig Meine,

Die Arme breit' ich aus!

Das ist die Zeit der Rosen,

Aus allen Knospen bricht der Glanz,

Die bunten Falter kosen

Im reichen Blätterkranz.

Es tönt von allen Zweigen

Der liebe Gruß die Flur entlang,

Nur ich allein soll schweigen

In meiner Sehnsucht Drang?

Mir weckt der Mai nur Schmerzen

Mit seinem hellen Blütenschein;

Im Bund mit einem Herzen

Freut mich die Welt allein.

Vom Liebessonnenscheine

Baut Frühling uns ein goldnes Haus,

O komm, du einzig Meine,

Die Arme breit' ich aus!