Nach der Heimath
C. Fink
In dem Schatten dunkler Tannen
Sitz' ich still am Flussesrand,
Seh' die Wasser niederziehen,
Wie sie eilen, wie sie fliehen
Ins geliebte Heimathland.
Welle, Welle,
Schwanke, schnelle,
Tönst so wundersame Weise!
Grüße leise,
Grüße helle,
Meiner Heimath fernen Strand.
Ach, mein Schmerz erwacht beim schnellen
Wellenzug ins Heimathland!
All mein Sehnen, all mein Sinnen
Mit der Fluth zieht es von hinnen,
Nur der Leib bleibt festgebannt.
Welle, Welle,
Schwanke, schnelle,
Tönst so wundersame Weise!
Grüße leise,
Grüße helle,
Meiner Heimath glücklich Land!
Wann wirst einst die Segel schwellen,
Das mich trägt vom fremden Strand,
Das mich hinführt, auf der Wogen
Rascher Strömung fortgezogen,
Ins ersehnte Heimathland?
Welle, Welle,
Schwanke, schnelle,
Tönst so wundersame Weise!
Grüße leise,
Grüße helle,
Mein geliebtes Heimathland!