Sterne mit den gold'nen Füßchen

C. Friedrich Seidel

Sterne mit den goldnen Füßchen,

Wandeln droben bang und sacht,

Daß sie nicht die Erde wecken

Die da schläft im Schoß der Nacht.

Horchend stehn die stummen Wälder,

Jedes Blatt ein grünes Ohr!

Und der Berg, wie träumend streckt er

Seinen Schattenarm hervor.

Doch was rief dort? In mein Herze

Dringt der Töne Widerhall.

War es der Geliebten Stimme,

Oder nur die Nachtigall?