Unter den Platanen
C. Frühling
Mondhell leuchtete die Luft,
Kosend Brunnen spühlten,
Blumen hauchten schwülen Duft
Als wir schauernd fühlten
Durch die trunk'ne Seele geh'n
Holder Liebe Ahnen --
Heimlich in des Windes Weh'n
Rauschten die Platanen.
Auf dem Park lag Nebel schwer,
Krächzend schrie'n die Raben,
Als wir kalt und liebeleer
Uns die Hände gaben
Und auf Nimmerwiederseh'n
Zogen fremde Bahnen --
Schauernd in des Windes Weh'n
Rauschten die Platanen.
Zaub'risch web't die Winternacht,
Sternenschnuppen blinken,
Die nach schnell verglomm'ner Pracht
In das Dunkel sinken...
Einsam sieht der Mond mich steh'n
Auf verschneiten Planen,
Wo um stille Brunnen weh'n
Fröstelnde Platanen.